Tesla-Krise erreicht Firmen-Fuhrparks: SO kann der Visionär Musk noch die Kurve kriegen
Zwischen Politik und Produktion
Die Gründe für den Imageverlust sind vielschichtig. Musks enge Verbindung zur Trump-Administration – er leitet das neu geschaffene Ministerium für Regierungseffizienz – stößt besonders in Europa und China auf Skepsis. Gleichzeitig betonen 58 Prozent der befragten Firmenchefs, ihre Entscheidungen unabhängig von der Person Musk zu treffen.
DAT-Leiter Weiss weist darauf hin, dass auch Produktionsumstellungen beim Model Y zu Rückgängen bei den Neuzulassungen beigetragen haben könnten. Zudem drängen sowohl chinesische Hersteller als auch deutsche Automobilkonzerne mit preislich attraktiveren Elektrofahrzeugen auf den Markt.
Musks verzweifelte Schadensbegrenzung
Der Tesla-Gründer scheint die Krisensignale erkannt zu haben. Bei einer Betriebsversammlung versuchte er laut CNBC, seine Mitarbeiter zu beruhigen und bat sie, „an ihren Aktien festzuhalten“. Seine Wahrnehmung der medialen Berichterstattung wirkt dabei fast paranoid: „Wenn man die Nachrichten liest, fühlt es sich an wie ein Armageddon. Ich kann nicht am Fernseher vorbeigehen, ohne einen brennenden Tesla zu sehen. Was ist denn da los?“, zeigte sich Musk verwundert
Trotz seiner Beteuerungen, das Model Y werde auch 2025 „das meistverkaufte Auto der Welt“, zeichnen die sogenannten „Tesla-Files“ ein anderes Bild. Das Buch der Investigativjournalisten Sönke Iwersen und Michael Verfürden dokumentiert anhand interner Unterlagen erhebliche Produktionsprobleme und Sicherheitsrisiken, unter anderem beim viel beworbenen Autopilot-System.