Steuerkeule für Mittelschicht? SPD will Spitzensteuersatz auf 47 Prozent erhöhen
Neue Pläne der Sozialdemokraten könnten Gutverdiener, Anleger und Immobilienbesitzer empfindlich treffen – die Union stellt sich quer.
Die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Union nehmen Fahrt auf, und mit ihnen ein Thema, das Millionen Deutsche direkt im Geldbeutel spüren könnten. Während die Staatsschulden die Billionengrenze durchbrechen, plant die SPD offenbar massive Steuererhöhungen für Besserverdiener, Anleger und Immobilienbesitzer. Die Pläne sorgen bereits jetzt für heftige Kontroversen – und könnten zum Knackpunkt der Verhandlungen werden.
Wer künftig tiefer in die Tasche greifen soll
Die Sozialdemokraten wollen laut Informationen der „Bild“ den Spitzensteuersatz von aktuell 42 auf satte 47 Prozent anheben. Immerhin: Die Einkommensgrenze, ab der dieser greift, soll von derzeit 66.800 Euro auf 83.000 Euro jährlich steigen. Für echte Topverdiener mit Jahreseinkommen über 278.000 Euro plant die SPD eine Erhöhung der sogenannten Reichensteuer von 45 auf 49 Prozent.
Besonders brisant: Auch Kapitalerträge sollen stärker zur Kasse gebeten werden. Die Abgeltungssteuer auf Aktiengewinne und Dividenden könnte von 25 auf 30 Prozent steigen – ein herber Schlag für alle, die in Zeiten niedriger Zinsen auf Wertpapiere setzen, um Vermögen aufzubauen oder fürs Alter vorzusorgen.