Porsche wechselt die Spur: Vom Sportwagen zum Rüstungskonzern?
Die Luxusautoschmiede Porsche erwägt einen überraschenden Strategiewechsel. Nach einem Milliardenverlust plant die Holding der Familien Porsche und Piëch den Einstieg ins Rüstungsgeschäft – und hat dafür bereits erste konkrete Schritte unternommen.
Die Nachricht kommt in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Ein Nettoverlust von 20 Milliarden Euro lastet auf der Porsche SE, die als Holding die Autobeteiligungen der Milliardärsfamilien Porsche und Piëch am Volkswagen-Konzern und der Porsche AG bündelt. Die Reaktion der Eigentümer: Sparmaßnahmen forcieren und gleichzeitig neue Geschäftsfelder erschließen.
Panzer statt Sportwagen?
Vorstandschef Hans Dieter Pötsch bestätigte laut „Manager Magazin“ die Pläne für ein drittes Standbein neben den bestehenden Automobilbeteiligungen. Die Richtung ist dabei klar definiert: Die Rüstungsindustrie steht im Fokus. Dieser Schritt markiert eine strategische Neuausrichtung für die traditionsreiche Holding.
Tatsächlich ist Porsche SE nicht allein mit diesen Überlegungen. Mehrere Unternehmen aus der Automobil- und Zulieferbranche liebäugeln mit ähnlichen Schritten. Rheinmetall beispielsweise signalisierte bereits Interesse am VW-Werk in Osnabrück. Die Porsche-Strategie unterscheidet sich jedoch fundamental: Statt Produktionskapazitäten umzuwidmen, plant die Holding direkte Unternehmensbeteiligungen im Rüstungssektor.