Lange Arbeitszeit: Fluch oder Segen? Was die Wissenschaft wirklich sagt
Arbeitszeiten beeinflussen die Gesundheit unterschiedlich. Experten streiten über pauschale Aussagen. Studien zeigen dennoch klare Risiken bei langen Arbeitszeiten.
Arbeitszeiten – ein Thema, das die Gemüter spaltet. Während die einen in langen Arbeitstagen aufblühen, kämpfen andere schon nach wenigen Stunden mit der Erschöpfung. Doch wie wirkt sich die Dauer der Arbeitszeit wirklich auf die Gesundheit aus? Und sind pauschale Aussagen überhaupt sinnvoll? Ein tieferer Blick in die Materie offenbart spannende Einsichten und bringt Licht in die Debatte.
Arbeitszeit: Ein individueller Balanceakt
Der wissenschaftliche Leiter des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung, Klaus Lieb, hebt laut mdr hervor, dass die Reaktion auf Arbeitszeiten stark individuell ist. „Wir kennen ja Leute, die sind schon bei vier Stunden pro Tag sehr belastet. Denken wir zum Beispiel an Menschen mit psychischen Erkrankungen. Andere wie ich können täglich zwölf Stunden arbeiten und sind trotzdem stabil. Da ist es wichtig, sehr individuell zu schauen.“ Hier zeigt sich, dass es keine Einheitslösung gibt. Jeder Mensch hat seine eigenen Grenzen und Bedürfnisse, die berücksichtigt werden müssen.