„Wir sind dabei, unsere einzige und wertvollste Ressource zu verlieren: gut ausgebildete Talente.“
Kapital und Wachstumschancen: Deutschland hinkt hinterher
Ein weiteres Problem für die Start-up-Szene: die Finanzierung. „Deutschland muss beim Zugang zu Wagniskapital aufholen“, so Schlageter. Zwar hat die Bundesregierung mit ihrer Start-up-Strategie Fortschritte gemacht – darunter Maßnahmen wie die WIN-Initiative oder die Förderung von Technologie-Unternehmen über Zukunftsfonds. Dennoch bleibt die internationale Konkurrenz mit ihren vielfach größeren Investitionen ein harter Gegner.
Innovation als politischer Auftrag
Wie also sieht die Wunschliste an die Politik aus? Für Kalinowski und Schlageter sind es klare Prioritäten:
- Einfachere Unternehmensgründungen: weniger Papierkrieg, mehr Digitalisierung.
- Attraktivere Bedingungen für internationale Talente: schnellere Visa-Prozesse und bessere Perspektiven.
- Massive Investitionen in digitale Bildung: um die nächste Generation von Innovator*innen auszubilden.
- Weniger regulatorische Hürden: damit Unternehmen sich auf Wachstum statt auf Bürokratie konzentrieren können.
Start-ups stehen für Wandel und Fortschritt – und genau das sollten sich auch Wähler*innen zu Herzen nehmen. „Ich wähle nicht nach Parteizugehörigkeit, sondern nach Konzepten für die Modernisierung Deutschlands“, sagt Kalinowski. Schlageter ergänzt: „Innovation, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit müssen die Leitplanken politischer Entscheidungen sein.“ Ihr Appell ist deutlich: Wer echte Veränderung will, muss sich für eine Politik entscheiden, die mutige Reformen angeht und Bürokratie abbaut.

Und wenn die Start-up-Szene einen eigenen Wahlkampfslogan hätte? Dann wären es nach Kalinowski: „Mit großem Potenzial, Innovation und Diversität schaffen wir die Trendwende gemeinsam!“ oder „Wir geben Dir Halt in bewegten Zeiten“, nach Schlageter. Es ist Zeit für eine Politik, die die Innovationskraft Deutschlands entfesselt – denn ohne Wandel bleibt der Fortschritt auf der Strecke.