Zuckerberg auf Trump-Kurs: Facebook wird zum neuen X!
Facebooks neue Richtlinien: Ein Schritt zurück?
Zuckerberg kündigte an, dass Facebook und Instagram Beschränkungen für Beiträge zu kontroversen Themen wie Sexismus und Einwanderung lockern werden. Was früher als grenzüberschreitend galt, soll nun Teil des „normalen Mainstream-Diskurses“ werden. Die Moderationsteams konzentrieren sich künftig nur noch auf schwere Verstöße und Spam. Automatische Filter sollen zurückgefahren werden. Diese Änderungen könnten dazu führen, dass verletzende oder hasserfüllte Inhalte länger sichtbar bleiben.
Ein Blick auf die Schwächsten
Die neuen Richtlinien könnten vor allem die Schwächsten treffen. Inhalte, die rassistische oder hasserfüllte Botschaften enthalten, könnten ungehindert verbreitet werden, solange niemand Anstoß daran nimmt. Die Lautesten könnten die Diskussionen dominieren, während die Stimmen der Schwächeren untergehen.
Zuckerbergs neuer Kurs wirft viele Fragen auf. Die Ausrichtung auf Trumps Ideologie könnte die Plattformen für viele Nutzer unattraktiv machen. Vor allem in Europa, wo strenge Gesetze gegen Hassrede gelten, könnte dies zu Problemen führen. Zuckerberg stellt die europäischen Regelungen auf eine Stufe mit der Zensur in China. Doch die Realität ist komplexer. Die Plattformen stehen vor der Herausforderung, einen Balanceakt zwischen Meinungsfreiheit und dem Schutz der Nutzer zu finden. Ob Zuckerbergs Entscheidung, sich dem politischen Zeitgeist zu beugen, langfristig erfolgreich sein wird, hängt von den Werbekunden und deren Vorstellungen vom „Mainstream-Diskurs“ ab.