Mission: Rettung des Planeten
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Gefertigt wird sie derzeit auf der anderen Straßenseite. Wenn Constantin aus dem Fenster guckt, sieht er die Produktionshalle, in der sich ein Batteriepack aufs andere stapelt. Der Energieversorger Uniper stellt sie im benachbarten und teilweise runtergefahrenen Kohle- und Gaskraftwerk auf, wo sie die Lastdifferenzen im Netz ausgleichen sollen.
Mercedes hat welche bestellt, weil sich die schwäbischen Autobauer unabhängiger von Stromlieferanten machen wollen. Griechenland fördert die Ansiedlung von CMBlu in seinem Land mit 30 Millionen Euro, in den USA gibt es eine Niederlassung. „Ich lasse mich nicht von irgendeiner Tristesse in diesem Land anstecken“, sagt Constantin und fasst schon mal den Börsengang ins Auge. Irgendwann dann.
Apropos Tristesse: Zwischen Labor und Produktion führt die gut befahrene Straße nach Alzenau hindurch. Während das Team vom CMBlu gerade den Planeten rettet, brütet die Stadt, ob sie einen Zebrastreifen genehmigen soll, damit niemand von den Planetenrettern beim Überqueren der Straße überfahren wird.
Seit über zwei Jahren läuft das Projekt „Zebrastreifen für CMBlu“. Gerade wurden zum dritten Mal die täglich vorbeibrausenden Autos und die verzweifelten Straßenüberquerer gezählt. Es könnte sich noch etwas damit hinziehen …