AI-Boom treibt Google-Emissionen um 48% in die Höhe – Klimaziel in Gefahr?
Die unsichtbare Last: Dunkle Daten
Ein weiterer Aspekt, der oft übersehen wird, sind die sogenannten „dunkle Daten“. Diese Daten werden von Organisationen gesammelt, aber entweder nur einmal oder gar nicht genutzt. Trotzdem verbrauchen sie erhebliche Mengen an Energie, da sie auf Chips gespeichert werden. Laut Tom Jackson, Professor für Informations- und Wissensmanagement an der Loughborough University, machen dunkle Daten im Durchschnitt 65% der gespeicherten Daten einer Organisation aus. Jackson betont gegenüber BBC, dass Datenanbieter eng mit großen Organisationen zusammenarbeiten müssen, um den Energieverbrauch durch dunkle Daten zu reduzieren.
Herausforderungen und Zukunftsaussichten
Google hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Doch der Weg dorthin ist steinig. Die Integration von KI in immer mehr Produkte erschwert die Reduzierung der Emissionen. Tom Jackson lobt zwar das Ziel, betont aber, dass es „wirklich schwer“ sein wird, es zu erreichen. Die Lösung könnte in der Zusammenarbeit zwischen Technologieunternehmen und großen Organisationen liegen, um den Energieverbrauch zu minimieren und nachhaltigere Praktiken zu fördern.
Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz bringt nicht nur technologische Fortschritte, sondern auch erhebliche ökologische Herausforderungen mit sich. Google steht vor der Mammutaufgabe, den Energiehunger seiner Datenzentren zu zähmen und gleichzeitig seine Klimaziele zu erreichen. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob der Technologie-Gigant diesen Spagat meistern kann.